2000 Jahre Geschichte hautnah
- Spitzentreff der internationalen Dach- und Holzbaubranche in Köln
- Zahlreiche Sehenswürdigkeiten warten auf Fachbesucher und Aussteller
- Von römischen Ruinen bis neuzeitlichem Graffiti
"Hey Kölle - Du bes e Jeföhl" - so besingt die kölsche Kultband De Höhner ihre Heimatstadt. Aber nicht nur dieses Gefühl können die Fachbesucher und Aussteller der DACH+HOLZ International nächstes Jahr in Köln spüren. Die 2000 Jahre alte Geschichte der Stadt lädt nach dem Messebesuch ein, Kultur zu erleben. Erste architektonische Spuren hinterließen bereits die Römer. Im Römisch-Germanischen Museum kann man die zahlreichen Funde aus dieser Zeit betrachten und in die Vergangenheit abtauchen. Nach der Römerzeit florierte die Stadt weiter und wuchs zum geistigen und wirtschaftlichen Zentrum heran. Ein Zeuge davon ist der Gürzenich. Die gute Stube Kölns wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts als Festhaus errichtet. Schon Kaiser, Fürsten und Bürger wussten hier zu feiern. Und auch heute noch ist der Gürzenich die erste Adresse für Veranstaltungen aller Art.
Die zahlreichen Kirchen bezeugen die Bedeutung Kölns als geistiges Zentrum. Allen voran der Kölner Dom Sankt Peter und Maria, der 1996 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Im Jahr 1248 begann der Bau der imposanten Kathedrale, offiziell fertig gestellt wurde sie 1880. Innen beherbergt der Dom einen besonderen Schatz - hier ruhen die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Auch ein näherer Blick auf das Dach des Doms lohnt sich. Schließlich beträgt die Dachfläche gut 12.000 Quadratmeter, die mit großen Bleiplatten gedeckt ist. Und hat man die rund 500 Treppenstufen bis in den Turm bewältigt, macht der Panoramablick über die rheinische Metropole die Anstrengung wieder wett.
Zum schon erwähnten kölschen „Jeföhl“ gehört untrennbar der Humor - und auch diesen findet man wortwörtlich in Stein gemeißelt. So streckt der „Platzjabbeck“, ein Männergesicht am Rathaus, zur vollen Stunde die Zunge heraus. Ihm gegenüber zeigt der „Kallendresser“ dem Betrachter seine „bläcke Fött“. Das Haus selbst („Em Hanen“) wurde übrigens in den 50er Jahren vom Kölner Architekt und Original Jupp Engels gebaut. Da es sich gut in die vorhandenen Bauten einfügt, erhielt dieser dafür den Kölner Architekturpreis, seit 1986 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Dies ist jedoch nicht das einzige preisgekrönte Bauwerk in Köln. Der Architekt Renzo Piano entwickelte das „Weltstadthaus“, auch Walfisch genannt, das 2006 mit dem Holzbaupreis NRW ausgezeichnet wurde. Das Besondere: Durch die Glashülle sind die dahinter liegenden Holzlamellen sichtbar. Auch der Architekt und Pritzker-Preisträger Peter Zumthor hat in Köln seine Spuren hinterlassen. Für das Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln erhielt er den „Preis für Architektur in Deutschland 2008“. Das Gebäude integriert die Überreste der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kolumba-Kirche in einem modernen, fugenlosen Bau aus eigens entwickeltem Backstein.
Aber auch die Neuzeit findet Einzug im Kölner Denkmalschutz. Auf den zugemauerten Westeingang der romanischen Kirche Sankt Cäcilien sprühte Anfang der 80er Jahre der „Sprayer von Zürich“, Harald Nägeli, eine Todesfigur. Dieses Bild ziert den zugemauerten Westeingang der romanischen Kirche Sankt Cäcilien und warnt vor der zunehmenden Umweltverschmutzung.
Über die DACH+HOLZ International
Die DACH+HOLZ International wurde im März 2008 erstmalig als gemeinsamer Branchentreffpunkt für das Zimmerer- und Dachdeckerhandwerk durchgeführt. Zu dieser Premiere, die u.a. die GHM Gesellschaft für Handwerksmessen organisiert hatte, kamen über 48.000 Fachbesucher nach Stuttgart. Insgesamt belegten die 554 Aussteller aus 23 Ländern eine Ausstellungsfläche von 70.000 qm. Die DACH+HOLZ International bietet alle Produkt- und Dienstleistungsbereiche für das Gebäude: Holzbau und Ausbau, Dach-, Wand- und Abdichtungs- sowie Klempnertechnik. Sie spricht in erster Linie Zimmerer, Dachdecker, Bauklempner, Architekten, Planer und Ingenieure an. Turnusmäßig findet diese Fachmesse alle zwei Jahre statt, wobei sie zwischen Messeplätzen im Süden und im Norden wechselt.
Quelle: www.dach-holz.com